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Pferd Wels 2019

von links: Kurt Fabsics, Markus Gruber, Josef Tramberger und das Messsystem Black der Firma Werkman

Es war wieder einmal eine erfüllende Pferd Wels für den ÖHV. Die Stimmung war entspannt mit vielen wichtigen, interessanten Gesprächen. Ein herzliches Dankeschön an alle Hufschmiede, die organisiert, aufgebaut und dann auf der Messe Fragen und Anliegen der Besucher beantwortet haben: Josef und Anita Tramberger, Markus Gruber, Kurt Fabsics, Erwin Hartner, Stefan Grum und Gloria Tertsch, Hans Seifert, Martin Unterweger

Unsere Fachvorträge wurden dieses Jahr von Josef Tramberger präsentiert. Auch dafür vielen Dank.

Die Präsenz des Österreichischen Hufschmiedeverbandes war auch 2019 wichtig. Vielleicht wichtiger denn je. Unter anderem sprachen wir mit verunsicherten Pferdebesitzern über die Zukunft der gut ausgebildeten Hufschmiede. Mit der Freigabe unseres Berufes darf nun jeder sofort Hufe korrigieren, beschlagen oder Ausbildungen anbieten, ohne Kontrolle. Manche werden sich jetzt wundern. Wie kann denn das sein?

2017 hat unsere damalige Regierung völlig überraschend entschieden den Beruf des Hufschmiedes frei zu geben. Ja, die Politiker der Republik Österreich waren, als Spezialisten zu diesem Thema, der Meinung, dass man für die Hufbearbeitung und den Beschlag am lebenden Tier keinerlei Ausbildung benötigt. Was für ein Schwachsinn. Unsere Pferde wurden so zu Versuchskaninchen abgestempelt. Natürlich werden am Ende wieder nur die “Guten” übrig bleiben. Aber denken Sie einmal an den Schaden, der bis dahin angerichtet werden kann.

Eine gute Nachricht ist, dass die Lehre (das sind 3 – 3 1/2 Jahre = mindestens 6000 Stunden) weiterhin besteht und diese mit einer staatlichen Prüfung abschließt, der Lehrabschlussprüfung. Damit hat man mehr als ein gutes Fundament zum Aufbauen. Man hat mit seinem Lehrschmied viel gesehen und von Ihm/Ihr gelernt.

Wir möchten uns immer weiterbilden, neue Materialien und Methoden testen. Wenn diese Testphasen zufriedenstellend verlaufen, nehmen wir gerne Neues in unser Repertoire auf.

v.l. Kurt Fabsics, Joachim Küster (turf cord®), Josef Tramberger

Wir haben uns mit Herstellern von alternativen Hufschutzsystemen fachlich ausgetauscht und neue Kontakte aufgebaut

v.l. Erwin Hartner , Armin Eberle (Swiss Galoppers®)

Die Gespräche mit Anbietern von Barhufbearbeitungsausbildungen waren aus meiner Sicht auch sehr freundlich und entspannt. Natürlich hat jeder gewisse Standpunkte, aber von so etwas wie Feindseligkeit war nichts zu spüren. Wir werden sehen wie sich das weiterentwickelt.

Wenn Sie eine andere Ausbildung machen wollen, sollten Sie unter anderem auf die folgenden Punkte achten:

  • das Pferd muss im Vordergrund stehen
  • Zeit – daher 3 Jahre Praxis mit Theorie
  • Ausbildungssystem International anerkannt durch Berufsprofil nach einem Ausbildungsgesetz
  • unabhängige Prüfung durch staatliche Institutionen

Dies alles bietet die Ausbildung zum Hufschmied mit Gesellenprüfung,

noch zwei wichtige Themen:

  • Wird eine Ausbildung als die einzig Wahre angepriesen, lassen Sie die Finger davon. Es sind immer die Pferde, die es ausbaden müssen wenn Ideologien um jeden Preis durchgesetzt werden.
  • Jede Ausbildung sollte als Grundstein angesehen werden. Ausgelernt hat man, wenn der Deckel am Sarg ist.

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